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Schwerhörigkeit, eine unsichtbare Kommunikationsbehinderung



Interview im Hammer Stadtanzeiger am 20./21.06.2015 mit
Margot Kohlhas-Erlei

VON PETER KÖRTLING

Hamm. Margot Kohlhas-Erlei ist eine sympathische Frau und lebt in einem ge­schmackvoll eingerichteten Haus. Die Rentnerin war als Diplom-Sozialarbeiterin berufstätig und macht einen zufriedenen Eindruck, doch das war nicht immer so: Als Kind erkrankte sie an Masern und daraus entwickelte sich eine zunehmende Hörschädigung. Lange litt sie weitgehend hilflos unter den Folgen der Er­krankung. Doch nachdem sie kompetente Unterstützung und Beratung gefunden hat­te, gründete sie im Jahr 2010 die Selbsthilfegruppe für Hörgeschädigte in Hamm. > mehr


Jeden von uns kann dieses Schicksal  treffen, z. B durch Hörsturz, Unfall, Infektionen, Krankheit oder auch durch Medikamente.

In Deutschland gibt es nach Schätzungen des Deutschen Schwerhörigenbundes ca. 14. Millionen hörbehinderte Menschen. In der BRD ist also jeder fünfte Einwohner mehr oder weniger stark von Schwerhörigkeit betroffen. Je nach Schwerhörigkeitsgrad reichen Hörgeräte nicht mehr aus und Zusatzhilfen sind nötig.

Ein Umgang mit der Hörschädigung sollte deshalb etwas ganz Normales sein.

Alarmierend ist, dass die Zahl der Schwerhörigen besonders unter den Jugendlichen stark ansteigt. Jeder dritte junge Erwachsene leidet unter einer Hörminderung, die durch Lärmeinwirkung verursacht wurde.

Schwerhörigkeit und ihre Folgen werden durch die Unsichtbarkeit dieser Behinderung weitgehend unterschätzt. Der Betroffene wirkt im Vergleich zu einem körperbehinderten Menschen „ganz normal“. Die große Auswirkung einer gestörten Kommunikation wird vielfach nicht verstanden und nicht ernst genommen.


Helen Keller, taubblinde amerikanische Schriftstellerin.


 

 

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